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Headhunter, Partnerin und Mitarbeiter von Bornhauser People's Management diskutieren im Flur von top Headhunter Schweiz

Wann macht ein Assessment im Auswahlprozess wirklich Sinn?

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Ein Assessment sollte keine Absage legitimieren, keine Unsicherheit kaschieren, und keine unklaren Auswahlkriterien ersetzen.

 

Die zentrale Frage lautet:
Was genau soll das Assessment konkret zeigen, was aus den persönlichen Gesprächen nicht ersichtlich wurde?

 

Falsche Gründe für ein Assessment:
 Man spürt, dass Kandidat:innen nicht zu 100% passen, kann es aber nicht sauber formulieren und sucht im Assessment eine Begründung für eine Absage.
 Angst vor einer falschen Entscheidung und das Assessment soll als vermeintliche Sicherheitsinstanz dienen.
 Der Auswahlprozess soll professionell wirken, obwohl die eigenen Entscheidungskriterien nicht sauber definiert sind.
 Es ist unklar, was die Person in der Rolle wirklich leisten soll, und das Assessment soll diese Unschärfe kompensieren.
 Für grundsätzlich passende Kandidaten wird ein Ranking erstellt
Im Unternehmen gibt es unterschiedliche Eindrücke zu den Kandidat:innen. Statt diese Differenzen offen zu klären, wird das Assessment als Schiedsrichter eingesetzt.

Gut vorbereitete, kunden- & rollenspezifische und klar strukturierte Interviews sind ein grosser Teil der Informationen, die für einen fundierten Anstellungsentscheid relevant sind.

 

Ergänzt durch ein aussagekräftiges Kandidat:innen-Dossier & kritische
Referenzgespräche entsteht oft bereits ein sehr belastbares Gesamtbild.

 

Nützlich ist ein Assessment aus unserer Sicht vor allem dann, wenn:

 wichtige Persönlichkeitsaspekte gezielt & vertieft betrachtet werden sollen und vorher Klarheit besteht, wie diese für einen Fit ausgeprägt sein sollten
 mehrere geeignete Kandidat:innen im Prozess sind und eine strukturierte Sicht auf erfolgskritische Kompetenzen benötigt wird (z.B. Führungslogik, Teamergänzung, …)

 oder eine echte offene Hypothese besteht, zum Beispiel: Wie geht die Person mit Konflikten im engeren Arbeitsumfeld um?

 

Die Hauptnutzen:
Ein Assessment schafft entscheidungsrelevante Klarheit

 

Und: Ist der Entscheid für eine Kandidatin oder einen Kandidaten gefallen, kann ein Assessment helfen, langfristige Entwicklungsthemen sichtbar zu machen & diese gezielt weiterzuentwickeln.

 

Unser Praxis-Tipp:
Ein Assessment sollte gezielt auf die Anforderungen der konkreten Rolle ausgerichtet sein, wird als Ergänzung zu strukturierten Gesprächen eingesetzt und dient der Entwicklung der Kandidatin oder des Kandidaten.